Braune Wegameise

Die Braune Wegameise (Lasius brunneus) ist eine in Deutschland weit verbreitete Ameisenart. Während sie im Freiland überwiegend unauffällig lebt, kann sie in Gebäuden als ernstzunehmender Materialschädling auftreten.

Arbeiterinnen 3–4 mm groß

Kopf hell bronzebraun

Mittlerer Körperabschnitt gelblichbraun

Hinterleib dunkelbraun bis schwarzbraun

Geschlechtstiere deutlich größer und geflügelt

Nach Begattung werfen Weibchen die Flügel ab

Lebensweise & Befallorte

Die Braune Wegameise legt ihre Nester bevorzugt in morschem Holz an. Anders als Termiten frisst sie das Holz nicht, sondern nutzt es als Hohlraum für Brut- und Nistkammern.

Arbeiterinnen ernähren sich überwiegend von Honigtau, den sie von Blatt- oder Rindenläusen sammeln. Nur gelegentlich werden Insekten erbeutet.

In Gebäuden besiedelt die Art Balken, Zwischendecken oder Dämmstoffe. Die Tiere bewegen sich bevorzugt in Spalten und meiden offene Flächen.

Vorkommen

Die Art kommt in ganz Deutschland vor, insbesondere in Laubwäldern, Parks und Gärten. In schattigen Nadelwäldern ist sie seltener.

Problematisch wird sie, wenn Jungköniginnen nach dem Schwarmflug Gebäude besiedeln und dort neue Kolonien gründen. Besonders gefährdet sind Bereiche mit feuchtem oder pilzgeschädigtem Holz.

Typische Schäden & Risiken

Die Braune Wegameise gilt als Materialschädling.

  • Aushöhlen von Holzbauteilen

  • Besiedlung von Zwischendecken

  • Nester in Dämmmaterialien wie Styropor

  • Schwächung tragender Holzelemente

Ein Befall bleibt oft lange unentdeckt, da Arbeiterinnen versteckt laufen. Häufig fällt er erst beim Auftreten geflügelter Tiere auf.

Ursachen & Prävention

Ein Befall entsteht häufig nach Wasserschäden oder bei dauerhaft feuchtem Holz. Trockenes, intaktes Holz wird in der Regel nicht besiedelt.

Präventive Maßnahmen:

  • Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden

  • Schnelle Sanierung nasser Holzbereiche

  • Kontrolle von Dach- und Fassadenanschlüssen

  • Regelmäßige Inspektion von Holzkonstruktionen

Eine eindeutige Artbestimmung ist wichtig, da sich Bekämpfungsstrategien je nach Ameisenart unterscheiden.

Wie erfolgt die Bekämpfung?

Die Bekämpfung erfolgt je nach Befallssituation mit zugelassenen Fraßködern oder Kontaktinsektiziden. Voraussetzung ist eine fachgerechte Artbestimmung und Lokalisierung des Nestes.

Da die Braune Wegameise leicht mit harmloseren Arten verwechselt werden kann und unterschiedliche Bekämpfungsverfahren erforderlich sind, sollten Maßnahmen ausschließlich durch sachkundige Fachbetriebe durchgeführt werden.