Deutsche Wespe

Die Deutsche Wespe (Vespula germanica) ist eine der häufigsten Wespenarten in Deutschland. Sie tritt regelmäßig in Siedlungsnähe auf und gilt als typischer Kulturfolger.

Schwarz-gelbe Warnfärbung

Drei schwarze Punkte auf dem gelben Stirnschild

Weibchen 16–19 mm / Weibchen 16–19 mm / Arbeiterinnen 12–14 mm

Graue Nesthülle mit muschelförmigen Lufttaschen

Lebensweise & Befallorte

Die Kolonie wird im Frühjahr von einer überwinterten Jungkönigin gegründet. Zunächst entstehen Arbeiterinnen, später auch Männchen und Jungköniginnen. Große Völker können bis zu 7.000 Tiere umfassen.

Nester werden häufig unterirdisch in verlassenen Mäuse- oder Maulwurfgängen angelegt. Oberirdisch finden sich Nester in Dachböden, Rollladenkästen, Garagen oder Schuppen.

Die Arbeiterinnen erbeuten Insekten zur Aufzucht der Larven und ernähren sich selbst von zuckerhaltigen Substanzen.

Vorkommen

Die Deutsche Wespe ist in ganz Deutschland weit verbreitet und sehr häufig. Besonders in Städten, Dörfern und Gewerbegebieten tritt sie regelmäßig auf.

Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit nutzt sie unterschiedlichste Hohlräume in Gebäuden als Nistplatz.

Typische Schäden & Risiken

Die Deutsche Wespe kann bei Nestnähe aggressiv reagieren.

  • Schmerzhaftes Stichrisiko

  • Gefährdung von Allergikern

  • Erstickungsgefahr bei Stichen im Mund- oder Rachenraum

  • Hygienerisiko durch mögliche Keimübertragung

  • Problematisch in Gastronomie und Lebensmittelbetrieben

In sensiblen Bereichen können bereits einzelne Tiere hygienische Beanstandungen verursachen.

Ursachen & Prävention

Wespen werden von Nahrung sowie geeigneten Nistplätzen angezogen. Offene Hohlräume und leicht zugängliche Lebensmittel begünstigen ihr Auftreten.

Präventive Maßnahmen:

  • Insektenschutzgitter an Fenstern

  • Lebensmittel im Außenbereich abdecken

  • Süße Speisen und Getränke verschließen

  • Müllbehälter dicht schließen

  • Bauliche Öffnungen sichern

Frühzeitiges Erkennen eines Nestes erleichtert den sachgerechten Umgang.

Wie erfolgt die Bekämpfung?

Eine eigenständige Bekämpfung ohne Schutzkleidung ist gefährlich. Maßnahmen sollten ausschließlich durch sachkundige Fachbetriebe erfolgen.

Je nach Situation kommen Umsiedlung oder – unter Beachtung gesetzlicher Vorgaben – gezielte Bekämpfungsmaßnahmen zum Einsatz.