Gemeiner Speckkäfer
Der Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius) ist ein weit verbreiteter Vorrats- und Materialschädling. Während die Art in der Natur als Aasverwerter eine wichtige Rolle spielt, kann sie in Gebäuden erhebliche Schäden verursachen.
Körperlänge bis ca. 8–10 mm
Vorderhälfte der Flügeldecken gelblich behaart
Drei schwarze Punkte im gelben Bereich
Hinterhälfte der Flügeldecken schwarz
Gute Flugfähigkeit
Larven stark behaart, raupenähnlich

Lebensweise & Befallorte
In der Natur ernähren sich die Larven von Aas und organischen Resten. Die Art überwintert im Puppenstadium, die Käfer schlüpfen meist im Frühjahr.
Die adulten Käfer sind lichtorientiert und gelangen häufig durch Fenster ins Haus. Dort legen sie Eier ab, wenn geeignete Nahrungsquellen vorhanden sind.
Typische Aufenthaltsorte in Gebäuden sind Fensterbereiche, Dachböden, hinter Schränken, unter Dielen oder in Hohlräumen.
Vorkommen
Der Gemeine Speckkäfer ist in ganz Deutschland verbreitet und kommt sowohl im Freiland als auch in Gebäuden vor.
Häufig tritt er auf Dachböden mit Taubennestern auf, wo sich Larven von Federn und organischen Resten ernähren. Auch stark verschmutzte Wohnungen bieten günstige Entwicklungsbedingungen.
Typische Schäden & Risiken
Der Gemeine Speckkäfer gilt als Hygiene- und Materialschädling.
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Befall von Speck, Schinken, Wurst und anderen tierischen Vorräten
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Schäden an Wollteppichen, Fellen und Leder
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Verunreinigung durch Larven und Häutungsreste
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Einbohren der Larven in Holz, Kork, Pappe, Bücher oder Styropor zur Verpuppung
Bei starkem Befall können Möbel, Vorräte und Bausubstanz erheblich beschädigt werden.
Ursachen & Prävention
Ein Befall entsteht häufig durch zufliegende Käfer, die geeignete Eiablageplätze finden. Organische Rückstände, Tierkadaver oder Vogelnester begünstigen die Entwicklung.
Präventive Maßnahmen:
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Gute Hygiene in Wohn- und Lagerräumen
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Entfernung von Taubennestern auf Dachböden
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Sichere Lagerung tierischer Vorräte
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Anbringen von Insektenschutzgittern
Regelmäßige Kontrollen gefährdeter Bereiche reduzieren das Risiko eines unbemerkten Befalls.

Wie erfolgt die Bekämpfung?