Gewöhnliche Wespe

Die Gewöhnliche Wespe (Paravespula vulgaris) ist eine der häufigsten Wespenarten in Deutschland. Sie gilt als typischer Kulturfolger und tritt regelmäßig in Siedlungsbereichen auf, insbesondere in der Nähe von Lebensmitteln.

Schwarz-gelbe Warnfärbung

Weibchen bis ca. 19 mm / Männchen bis ca. 17 mm

Ankerförmige Zeichnung auf dem Stirnschild

Gewicht ca. 0,7–2 kg

Schlanker Körper mit ausgeprägter „Wespentaille“

Lebensweise & Befallorte

Die Gewöhnliche Wespe bildet einjährige Staaten. Die Königin gründet im Frühjahr ein Nest, häufig im Erdreich, aber auch in Dachböden, Schuppen oder Gartenhäusern.

Die Nester bestehen aus mehreren übereinanderliegenden Wabenetagen, umgeben von einer schützenden Hülle. Kolonien können bis zu 5.000 Tiere umfassen.

Im Herbst stirbt das Volk ab, lediglich die Jungköniginnen überwintern und gründen im Folgejahr neue Staaten.

Vorkommen

Die Art ist in ganz Deutschland weit verbreitet und sehr häufig. Besonders in Städten und Dörfern tritt sie regelmäßig auf.

Durch ihre Nähe zu menschlichen Siedlungen und ihr Interesse an süßen sowie eiweißreichen Lebensmitteln zählt sie zu den bekanntesten Wespenarten.

Typische Schäden & Risiken

Gewöhnliche Wespen können bei Nestnähe ein Verteidigungsverhalten zeigen.

  • Schmerzhaftes Stichrisiko

  • Allergische Reaktionen möglich

  • Risiko eines anaphylaktischen Schocks bei empfindlichen Personen

  • Störung im Gastronomie- und Privatbereich

Für gesunde Menschen sind einzelne Stiche meist ungefährlich, bei Allergikern können sie jedoch schwerwiegende Folgen haben.

Ursachen & Prävention

Wespen werden durch Nahrung angezogen und suchen geschützte Hohlräume für den Nestbau.

Präventive Maßnahmen:

  • Insektenschutzgitter an Fenstern

  • Lebensmittel im Außenbereich abdecken

  • Süßspeisen und Getränke verschließen

  • Müllbehälter geschlossen halten

Frühzeitiges Erkennen eines Nestes erleichtert den sachgerechten Umgang.

Wie erfolgt die Bekämpfung?

Eine eigenständige Bekämpfung ohne Schutzkleidung ist gefährlich. Maßnahmen sollten ausschließlich durch qualifizierte Fachbetriebe erfolgen.

Je nach Situation kann eine fachgerechte Umsiedlung oder – unter Beachtung gesetzlicher Vorgaben – eine gezielte Bekämpfung durchgeführt werden.