Wanderratte
Die Wanderratte ( Wanderratte ) zählt weltweit zu den bedeutendsten Gesundheitsschädlingen. Als ausgeprägter Kulturfolger lebt sie bevorzugt in unmittelbarer Nähe des Menschen und nutzt Gebäude, Abwassersysteme und Lagerbereiche als Lebensraum.
- Körperlänge (ohne Schwanz) ca. 20–27 cm
- Kräftiger, gedrungener Körperbau
- Braungraues Fell auf der Oberseite, Bauch grauweiß
- Schwanz kürzer als die Kopf-Rumpf-Länge
- Relativ kleine Ohren
- Deutliche Nagespuren, Kot und Laufwege als Befallshinweise

Lebensweise & Befallorte
Wanderratten sind überwiegend nachtaktiv und leben in sozialen Gruppen. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer und nutzen vor allem bodennahe Bereiche.
Die Tiere sind Allesfresser und vermehren sich ganzjährig. Ein Weibchen kann bis zu 40 Jungtiere pro Jahr aufziehen.
Typische Befallorte sind Kanalisationen, Müllplätze, Lagerhallen, landwirtschaftliche Betriebe sowie Keller- und Fundamentbereiche von Gebäuden.
Vorkommen
Ursprünglich stammt die Wanderratte aus Ostasien. Durch Handel und Warenverkehr verbreitete sie sich weltweit und ist heute auf nahezu allen Kontinenten anzutreffen.
Ihre hohe Anpassungsfähigkeit sowie das stetige Nahrungsangebot in Siedlungsgebieten begünstigen ihr dauerhaftes Vorkommen in Städten, Gewerbe- und Industrieanlagen.

Typische Schäden & Risiken
Wanderratten stellen ein erhebliches Gesundheits- und Hygienerisiko dar.
- Übertragung von Krankheitserregern
- Verunreinigung von Lebensmitteln durch Kot und Urin
- Vorratsschäden
- Beschädigung von Dämmmaterial und Bausubstanz
- Annagen elektrischer Leitungen mit Brandgefahr
Besonders in sensiblen Bereichen wie Lebensmittelbetrieben kann ein Befall erhebliche wirtschaftliche Folgen haben.
Ursachen & Prävention
Ratten siedeln sich dort an, wo Nahrung, Wasser und Verstecke vorhanden sind. Unzureichende Hygiene oder bauliche Schwachstellen fördern einen Befall.
Risikofaktoren:
- Offene Mülllagerung
- Essensreste auf Kompost
- Intensive Vogelfütterung
- Unaufgeräumte Lagerbereiche
- Entsorgung von Speiseresten über das WC
Prävention:
- Saubere Müllorganisation
- Sichere Lagerung von Lebensmitteln
- Verschließen von Zugängen und Spalten
- Regelmäßige Kontrolle gefährdeter Bereiche
Wie erfolgt die Bekämpfung?
Die Bekämpfung beginnt mit einer fachgerechten Analyse des Befalls und der Beseitigung von Nahrungs- und Unterschlupfmöglichkeiten. Anschließend werden – je nach Situation – zugelassene Fallen oder Ködersysteme eingesetzt.
Maßnahmen dürfen ausschließlich durch sachkundige Fachbetriebe unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben durchgeführt werden.