Silberfischchen

Das Silberfischchen (Lepisma saccharina) zählt zu den sogenannten Urinsekten und ist flügellos. Es bevorzugt feuchtwarme Innenräume und tritt vor allem in Wohnungen sowie gewerblichen Objekten auf.

Länge ca. 7–12 mm

Langgestreckter, nach hinten schmaler Körper

Drei borstenartige Anhänge am Hinterleib

Silberglänzende Schuppenoberfläche

Flügellos

Sehr schnelle, schlängelnde Bewegung

Nahaufnahme eines Silberfischchens vor schwarzem Hintergrund, die seine langen Fühler, den segmentierten Körper und die borstenartigen Beine zeigt.
Umriss eines Hauses mit einem Vogel und abstrakten Formen im Inneren, alles in Weiß auf einem hellgrauen Hintergrund.

Lebensweise & Befallorte

Silberfischchen sind nachtaktiv und lichtscheu. Sie benötigen ein feuchtwarmes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Tiere können mehrere Jahre alt werden und entwickeln sich besonders gut bei Temperaturen zwischen 25–30 °C.

Typische Befallorte sind Badezimmer, Küchen, Waschräume sowie andere warme, feuchte Bereiche hinter Fußleisten, in Fugen oder unter Schränken.

Ein einfaches Symbol, das eine Mondsichel und eine Sonne nebeneinander zeigt, die sowohl Tag als auch Nacht darstellen.

Vorkommen

Silberfischchen sind weltweit verbreitet. In Mitteleuropa leben sie fast ausschließlich in Gebäuden, da sie konstante Wärme und Feuchtigkeit benötigen.

Sie kommen in Privatwohnungen ebenso vor wie in Bibliotheken, Archiven, Lebensmittelbetrieben oder Lagerbereichen. Im Außenbereich sind sie nur vorübergehend in warmen Sommermonaten anzutreffen.

Dreieckiges Warnzeichen mit einem Symbol für biologische Gefahren über einem Bild einer Flüssigkeit, die aus einem Behälter fließt, um auf gefährliche oder biologisch gefährliche Flüssigkeiten hinzuweisen.

Typische Schäden & Risiken

Silberfischchen gelten sowohl als Material- als auch als Hygieneschädlinge.

  • Schabefraß an Bucheinbänden

  • Lochfraß an Papier, Tapeten und Karton

  • Schäden in Archiven und Bibliotheken

  • Befall von stärke- und zuckerhaltigen Lebensmitteln

  • Mögliche Verunreinigung von Vorräten mit Keimen

Ein stärkerer Befall kann insbesondere in sensiblen Bereichen wirtschaftliche Schäden verursachen.

Ein Schildsymbol mit einer Tür, einer Zickzacklinie und einem Häkchen, das für Sicherheit oder Schutz steht.

Ursachen & Prävention

Begünstigt wird ein Befall durch hohe Luftfeuchtigkeit, Wärme und Nahrungsquellen wie Stärke oder Zucker. Auch bauliche Feuchtigkeit oder mangelnde Lüftung fördern die Entwicklung.

Präventive Maßnahmen:

  • Regelmäßiges Stoßlüften

  • Reduzierung der Raumfeuchtigkeit

  • Abdichten von Fugen und Ritzen

  • Trockene Lagerung von Lebensmitteln

  • Ordnung und Sauberkeit in feuchtegefährdeten Bereichen

Nahaufnahme eines Silberfischchens mit langem, schlankem, gräulichem Körper und Fühlern, das auf einer weißen Fläche läuft.

Wie erfolgt die Bekämpfung?

Die Bekämpfung erfolgt nach fachgerechter Befallsanalyse. Je nach Situation kommen zugelassene Köder, insektizide Präparate oder mechanische Maßnahmen zum Einsatz.

Da frei verkäufliche Mittel häufig ungeeignet oder gesundheitlich problematisch sind, sollte die Behandlung ausschließlich durch einen sachkundigen Fachbetrieb erfolgen.